Krav Maga / Combatives


Krav Maga (hebr. „Kontaktkampf“) ist ein israelisches Nahkampf- und Selbstverteidigungssystem, das vor allem Schlag- und Tritttechniken, aber auch Hebel, Grifftechniken und Bodenkampf beinhaltet. Es ist eines der modernsten und effektivsten Selbstverteidigungssysteme überhaupt.

 

Combatives ist eine Bezeichnung für Nahkampftraining, das konzeptbasiert und stärker an Prinzipien orientiert ist, als an bestimmten Techniken. Mitunter liest man in dem Zusammenhang auch die Begriffe H2H (Hand to Hand Combat), CQC (Close Quarter Combat) oder auch RBSD (Reality Based Self Defense).

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Krav Maga

 

... war ursprünglich das offizielle Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem der israelischen Polizei- und Militäreinheiten (IDF, Israel Defense Forces). Später wurde es für Zivilisten angepasst und ist seitdem nicht mehr nur im Sicherheitsbereich äußerst beliebt. Heute wird Krav Maga weltweit von diversen Polizeieinheiten, militärischen Spezialeinheiten, Sicherheitsdiensten, Personenschützern etc. eingesetzt.

 

Krav Maga wurde von Imrich Lichtenfeld begründet, der selbst erfolgreicher Boxer und Ringer war und von seinem Vater, einem Polizisten, Techniken des Jiu-Jitsu lernte. Lichtenfeld lehrte seine Kampfmethode in den 1930er Jahren erstmals in der Slowakei, um die dort lebenden Juden im Kampf gegen antisemitische Übergriffe zu unterstützen. Nach seiner Flucht aus der Slowakei 1940 und einer Zeit bei der britischen Armee durfte er 1942 nach Palästina einreisen. Dort unterrichtete er zunächst mit Unterstützung durch die Briten die zionistischen Untergrundorganisationen „Haganah“ und „Palmach“. Nach der Gründung des Staates Israel 1948 wurde Imrich Lichtenfeld, der sich nun hebräisch Sde-Or nannte, Nahkampfausbilder der israelischen Armee. Später adaptierte er das militärische Krav Maga für Polizei und Zivilisten. Imrich Lichtenfeld starb 1998.

 

Inzwischen gibt es verschiedene Organisationen, die das Krav Maga weiterführen.

 

Im MAT Hannover sind wir Vertreter von Krav Maga Street Defence der Organisation von Chief-Instructor Michael Rüppel mit Hauptsitz in Essen.

 

Combatives

 

Dieser Begriff geht auf die WW2-Combatives, also Nahkampfmethoden aus dem 2. Weltkrieg zurück, die wesentlich von Eric A. Sykes und William E. Fairbairn für alliierte Streitkräfte geprägt wurden. Die Voraussetzung war, die Soldaten in kurzer Zeit für den Nahkampf kampffähig zu machen. Deshalb war es wenig sinnvoll, schwierige, komplexe Technikabläufe zu vermitteln. Wert wurde also vor allem auf schnelle Erlernbarkeit und hohe Effizienz gelegt.

 

Moderne Combatives haben mit den historischen Methoden vor allem diese Herangehensweise gemeinsam. Prinzipien haben Vorrang vor Techniken, Anwendungen dürfen nicht stressanfällig und müssen möglichst universell anwendbar sein. Moderne Combatives arbeiten konzeptbasiert und eher grobmotorisch, weil Menschen in echten gewaltgeprägten Situationen unter Hochstress stehen und feinmotorische Handlungsabläufe nicht mehr umsetzbar sind.

 

Combatives umfasst mehr als reine Selbstverteidigung, die meist als „Abwehrtechnik X gegen Angriff Y“ verstanden wird. In den Combatives geht man von der einfachen Regel: „Wer reagiert, verliert“ aus. Deshalb ist es bedeutsam, sich mit allen Phasen eines gewaltsamen Konfliktes zu beschäftigen, einschließlich dessen Entstehung. Und deshalb sprechen wir lieber von Selbstschutz als von Selbstverteidigung.

 

Realitätsbasiertes Training umfasst neben der Vermittlung der Konzepte auch deren Umsetzung in Simulationen und Szenario-Trainings.

 

Unser Combatives Training ist maßgeblich beeinflusst von:

Unser Training im Bereich Selbstschutz ist nicht explizit auf ein System festgelegt, es beinhaltet alles, was uns aus unserem weiten Erfahrungsschatz sinnvoll und nützlich erscheint.

 

Krav Maga / Combatives ist kein Sport und keine traditionelle Kampfkunst, sondern dient ausschließlich zum Selbstschutz. Trotzdem ist das Training auch konditionell fordernd, getreu dem Motto: „Stronger People are harder to kill!“

 

Wichtiger Hinweis:

 

Die Trainingsteilnahme ist erst ab einem Alter von 16 Jahren möglich.


Benötigtes Equipment

  • T-Shirt, Shorts oder bequeme, stabile Hose
  • Zahnschutz
  • Tiefschutz (Männer)
  • Boxhandschuhe
  • MMA- Handschuhe
  • Kopfschutz (empfohlen)
  • Schienbein-/Spannschutz (optional)